
Achtung Säure
Aber es ist nicht nur der Zuckergehalt unseres Essens zu beachten, sondern auch der Säuregehalt. Das gilt für Früchte, Säfte, Erfrischungsgetränke, Früchtetees und natürlich wieder für Süßigkeiten, wie z.B. saure Drops. Besonders säurehaltig sind Zitronensaft, Orangensaft, Apfelsaft, aber auch Cola und Limonaden. Besonders zu erwähnen sind hier Light-Produkte. Sie erscheinen wegen ihres geringen Kaloriengehaltes als gesund. Es sollte aber bedacht werden, dass diese Getränke häufig recht sauer sind.
Früchte und Fruchtsäfte sind selbstverständlich als gesunde Lebensmittel zu betrachten. Um aber Säureschäden an den Zähnen zu vermeiden, sollte die Kontaktdauer mit den Zähnen und auch Häufigkeit des Verzehrs begrenzt werden. Das heißt nicht, dass auf diese gesunden Lebensmittel verzichtet werden muss, sondern dass z.B. ein Fruchtsaft nicht kontinuierlich in kleinen Schlucken über den ganzen Tag verteilt getrunken wird, sondern dass stattdessen ein Glas Saft zu einer Mahlzeit oder auch als Zwischenmahlzeit verzehrt wird. Die Benutzung eines Strohalms verringert die Kontaktfläche mit den Zähnen - so einfach kann Zahnschutz sein!
Wichtig ist, dass der Speichel genügend Zeit hat, die Säure zu neutralisieren und den Schmelz zu remineralisieren. Zahnpflegende Kaugummis mit Zuckeraustauschstoffen, allerdings erst vom Alter x an, sind im Tagesverlauf geeignet, die Speichelsekretion anzuregen, um so z.B. die Säure aus Säften nach einer Zwischenmahlzeit zu neutralisieren.
Direkter Säureangriff
Aber nicht nur die von Bakterien aus Zuckern gebildeten Säuren richten Schaden an, sondern auch die Säuren, die in Lebensmitteln vorkommen, in Früchten, Fruchtsäften und -nektaren, Limonaden und Cola-Getränken, aber auch die in Tomatenketchup und anderen Produkten wie Früchtetees. Oft sind den Lebensmitteln oder Süßwaren zusätzlich Fruchtsäuren wie z.B. Zitronensäure zugesetzt.
Ist der Kontakt der Zähne mit den Säuren nur kurz und selten, ist eine Remineralisierung des Schmelzes durch den Speichel möglich, so dass es nicht zu Defekten kommt. Eine länger anhaltende und oder häufige direkte Einwirkung, auch ohne Beteiligung von Bakterien, führt zu bleibenden Schäden am Schmelz.
Tipp: Zwischenmahlzeiten
Gut geeignet als Zwischenmahlzeiten sind Milch und Milchprodukte, Quark, Gemüse, Obst oder ein belegtes Brot. Sofern kein zusätzlicher Zucker zugesetzt wurde, können Milchprodukte sogar die Entstehung von Karies unterbinden.
Milch als Nahrungsmittel, vorteilhaft aufgrund des Calciumgehalts, enthält zwar Milchzucker, aber dennoch wichtiges Nahrungsmittel und wegen Calciumgehalt und Neutralisationskapazität als Zwischenmahlzeit geeignet.
Natürlich ist ein vollkommener Verzicht auf Kohlenhydrate unmöglich, da Kohlenhydrate, gerade in Form von Stärke, ein unverzichtbarer wichtiger Energieträger in der täglichen Ernährung sind.
Zahngesunde Ernährung bedeutet grundsätzlich auch gesunde Ernährung, da die Einschränkung von gesüßten Lebensmitteln gleichzeitig Fehl- und Überernährung mit all ihren Folgen vorbeugt.
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