
Warnsignal Mundgeruch
Schlechter Atem kann Parodontitis signalisieren
Dauerhaft schlechter Atem, eventuell in Kombination mit blutendem Zahnfleisch kann vor allem ein Zeichen massiver gesundheitlicher Probleme im Mund-Rachen-Raum sein. Gefahr droht hier vor allem durch die Parodontitis, die chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Mundgeruch wird in den meisten Fällen durch Bakterien verursacht, die in der Mundhöhle übelriechende Schwefelverbindungen produzieren. Und genau diese Bakterien sind es auch, die letztlich für eine Parodontitis verantwortlich sind. Wird diese nicht rechtzeitig behandelt, droht Zahnverlust. Um den Bakterien erst gar keine Chance zu geben, ihr gesundheitsschädigendes Anliegen in die Tat umzusetzen, ist die regelmäßige Prophylaxe in der Zahnarztpraxis Pflicht. Und hier ist es wichtig, das persönliche Parodontitis-Risiko des Patienten durch eine individuelle und standardisierte Diagnostik herauszufinden.
Moderne Prophylaxe-Konzepte gehen deutlich über eine normale professionelle Zahnreinigung hinaus. Auf Basis des individuellen Parodontitis- und Karies-Risikos wird ein persönlicher Zahnpflegefahrplan entwickelt. Erst nach eingehender Diagnose und Bewertung des aktuellen Zustandes von Zähnen und Zahnfleisch entscheiden die Zahnprofis über Art und Umfang der Behandlung. Folgetermine werden exakt auf den individuellen Bedarf des Patienten zugeschnitten. Das Ziel: Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu minimieren und Zähne und Zahnfleisch dauerhaft gesund zu erhalten. Das Ergebnis kann man sehen, schmecken und riechen: saubere Zähne und ein frischer Atem. So wird jeder Kuss zum Genuss!
Die Zunge - in aller Munde, aber selten sauber!
Sie tummeln sich überall im Mund und besonders gerne auf der Zunge - genauer gesagt auf dem Zungenrücken. In seinen unzähligen kleinen Furchen und Gräben können sich Bakterien optimal verstecken und in Ruhe die Produktion der übel riechenden Stoffe betreiben. Wird Zahn- und Zungenbelag nicht täglich und vollständig entfernt, vermehren sich die Bakterien schnell und produzieren unangenehme Gerüche. Zusätzlich können sie Zahnfleischentzündungen oder sogar Zahnbetterkrankungen, wie eine Parodontitis, verursachen. Dabei entstehen wieder neue Aufenthaltsräume für die Übeltäter, deren Zahl weiter kontinuierlich wächst. Der Mundgeruch nimmt zu - ein Teufelskreis entsteht. Keine zehn Prozent der Deutschen reinigen ihre Zunge regelmäßig, obwohl die Industrie wirkungsvolle mechanische und chemische Hilfsmittel anbietet. Ein massives Hygieneproblem, bei dem der Spezialist in der Zahnarztpraxis helfen kann.
Und übrigens: Viele überflüssige Magenspiegelungen zur Abklärung des Mundgeruchs konnten so bereits vermieden werden.
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