
Fluoridierung
Zum Abschluss werden die Zahnoberflächen mit einer speziellen Lösung oder Lack fluoridiert, um Karies zu vermeiden. Fluoride fördern die Wiedereinlagerung von Schmelzbestandteilchen in den Zähnen (Remineralisation) und schützen den Zahnschmelz gegen "Säureangriffe" in der Mundhöhle. Höher konzentrierte Fluoridpräparate (zum Beispiel Fluoridgele), die langfristig Zähne zu härten und erhöhen den Kariesschutz (http://www.dgzmk.de). Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis beraten, welches Fluoridierungsmittel für Sie das Richtige ist.
Bei Kleinkindern und Babys sorgt Fluorid ebenfalls für einen wirksamen Kariesschutz. Die Fluoridkonzentration ist jedoch vom Lebensalter abhängig, eine Überdosierung ist zu vermeiden, da Schmelzflecken an den Zähnen (Zahnfluorose) entstehen können.
Fluorid schützt vor Karies
Die besonderen Eigenschaften des Fluorid machen es so wichtig für die Kariesvorbeugung. Es verstärkt die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Schmelz und macht den Zahnschmelz gegen Säuren unempfindlicher. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob es sich um Natriumfluorid, Kaliumfluorid oder andere fluorhaltige Verbindungen handelt. Fluoride können über fluoridiertes Speisesalz, fluoridhaltige Zahnpasta, Fluoridtabletten, fluoridierte Mundspüllösungen, fluoridhaltige Gele und Lacke in die Mundhöhle gebracht werden und dort die gewünschte Wirkung erzielen. Um einen anhaltenden Effekt zu erzielen ist die kontinuierliche Anwendung nötig.
Die karieshemmende Wirkung kommt durch direkten Kontakt des Fluorids mit dem Zahnschmelz zustande. Entscheidend ist die Anwesenheit von ausreichenden Fluorid-Mengen in der Mundhöhle, und zwar erst nach dem Zahndurchbruch. Vor 30 Jahren war man dagegen der Ansicht, dass Fluorid seine Schutzwirkung vor dem Zahndurchbruch entfaltet. Deshalb wurde vorrangig die Prophylaxe mit Fluorid-Tabletten in altersgemäßer Dosierung bei Säuglingen und Kleinkindern bis ins Schulalter hinein durchgeführt.
Heute dagegen besteht Übereinstimmung, dass der kariesschützende Effekt der mit den Tabletten aufgenommenen Fluoride erst nach dem Zahndurchbruch einsetzt und über im Speichel gelöstes Fluorid erreicht wird. Deshalb sollten Fluoridtabletten nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt und die lokale Anwendung entsprechend der Empfehlungen der zahnärztlichen Fachgesellschaften durchgeführt werden. Werden trotzdem Fluoridtabletten eingesetzt, sollten sie gelutscht und nicht sofort heruntergeschluckt werden. Bei Kleinkindern helfen deshalb das Zerdrücken der Tabletten mit einem Löffel und anschließend die Gabe des entstandenen Pulvers. Dies lässt sich nicht sofort herunterschlucken.
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