Was ist Parodontitis?
Sie tut lange nicht weh — und ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter.
Unter einer Parodontitis versteht die Zahnmedizin eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, von der in Deutschland eine große Zahl von Erwachsenen betroffen sind, Die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen!
Sowohl Karies als auch Parodontitis haben ihre Ursache in einer bakteriellen Belastung des Mundraumes. Ob Entzündungen auftreten, die letztlich den Zahnhalteapparat angreifen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: zum einen spielt die genetische Disposition des einzelnen eine Rolle, aber auch psychische und physische Belastungen können das Immunsystem schwächen und der Körper wird mit den Erregern im Mund nicht mehr fertig. Ein besonders hohes Risiko an einer Parodontitis zu erkranken haben Raucher, bei denen zudem eine vorhandene Erkrankung deutlich schlechter heilt, als bei Nichtrauchern
Parodontitis entsteht dort, wo Plaque nicht entfernt wird. Dieser bakterielle Zahnbelag ist für die Entzündungen verantwortlich, er siedelt sich im Laufe der Zeit zwischen dem Zahnfleisch und dem Zahnhals an. Das entzündete Zahnfleisch löst sich immer mehr vom Zahnhals und bildet sogenannte Zahnfleischtaschen in denen Bakterien und Keime weiter unbemerkt wüten können. Wird der bakterielle Belag nicht entfernt und werden die Entzündungen nicht eingedämmt, greifen die Bakterien auch das Zahnbett und den Knochen an, in dem die Zähne normalerweise fest verankert sind
ACHTUNG: Zahnfleischtaschen!
In diesem Stadium schlägt das Immunsystem Alarm: der Körper wehrt sich und bekämpft die Bakterien seinerseits mit Entzündungsstoffen. Das Tückische: Die Parodontitis verursacht zunächst keine Schmerzen und bleibt deshalb auch oft lange Zeit unentdeckt
Aus diesem Grund gehört zu einem modernen Präventionskonzept auch immer die regelmäßige Messung der Zahnfleischtaschen, die Beurteilung der Mundschleimhaut und vor allem die Blutungsneigung des Zahnfleisches. Das zahnärztliche Team kann mit einer speziellen, kodierten Sonde die erkrankten Stellen schnell diagnostizieren und die notwendigen Behandlungen besprechen
Zu den weiteren Gesundheits-Risiken, die durch bakterielle Erkrankungen im Mundraum begünstigt werden, finden Sie Informationen auf der Seite „Gesunde Zähne, mehr vom Leben“!
Die Parodontitis, oft medizinisch nicht korrekt auch Parodontose genannt, ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Im Gegensatz dazu ist die Parodontose nicht entzündlich. Eine Parodontitis kann unabhängig vom Alter, an nur einem oder an mehreren Zähnen gleichzeitig, unterschiedlich schnell und in verschiedenen Schweregraden auftreten
Ursache für eine Parodontitis sind Bakterien, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Werden diese bakteriellen Beläge (Plaque) nicht durch gründliche Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide entfernt, bilden sie einen harten, höckerigen Belag (Zahnstein)
Kommen weitere Faktoren, wie z. B. Stress, Rauchen oder eine andere Erkrankung hinzu, kann es zur Entzündungsreaktion kommen. Das Zahnfleisch ist gerötet, geschwollen und neigt zur Blutung
Das Problem: durch die Entzündung ist die Mundhygiene schmerzhaft und wird unter Umständen weiter vernachlässigt, wodurch sich weitere Bakterien ansammeln und weiter am Zahn entlang in die Tiefe wandern. Einmal in den Taschen, ist es mit herkömmlichen Reinigungsmethoden nicht mehr möglich diese zu entfernen und die Entzündung schreitet voran. Im Verlauf der Erkrankung bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen, eine Brutstätte für weitere Bakterien. Das Immunsystem versucht, diese Bakterien zu beiseitigen. Hierbei kommt es zu verschiedenen Reaktionen, unter anderem werden Stoffe (Enzyme) gebildet, die die krankmachenden Bakterien eliminieren sollen. Diese Enzyme beseitigen jedoch nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern zerstören auch den Zahnhalteapparat. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zum Abbau des Kieferknochens und letztlich zum Zahnverlust kommen. Ohne intakten Zahnhalteapparat hat der Zahn in der Zahntasche (Alveole) keinen Halt mehr, er beginnt sich zu lockern und kann möglicherweise verloren gehen
Ausführlichere Informationen finden Sie unter: www.parodontologie-berater.de