Die richtige Zahnbürste
Weich, kleiner Kopf, regelmäßig gewechselt.
Die Auswahl ist unübersichtlich, die Entscheidungskriterien sind es nicht. Drei Eigenschaften entscheiden über die Eignung einer Zahnbürste, und der Preis gehört nicht dazu.
Weiche Borsten
Weich oder mittel — harte Borsten haben in der täglichen Mundhygiene keinen Platz. Sie reinigen nicht besser; sie sind steifer, geben weniger nach und verletzen Zahnfleisch und Zahnhälse eher. Bei entzündetem Zahnfleisch, freiliegenden Zahnhälsen oder nach einer Zahnfleischbehandlung ist weich die richtige Wahl.
Die Borstenenden sollten abgerundet sein. Das ist bei Markenprodukten Standard, bei sehr günstigen Bürsten nicht immer. Abgerundete Enden gleiten am Zahnfleisch ab, scharf abgeschnittene stechen hinein.
Kleiner Kopf
Ein kleiner Bürstenkopf erreicht mehr als ein großer. Die schwierigen Stellen im Mund sind die hintersten Zähne und die Innenflächen — beide sind eng. Ein Kopf, der nicht dorthin passt, reinigt die leichten Flächen sehr gut und die schwierigen gar nicht.
Regelmäßig wechseln
Alle acht bis zwölf Wochen, früher bei sichtbar verbogenen Borsten. Verbogene Borsten liegen flach auf und greifen nicht mehr in die Nischen; gleichzeitig kratzen die Kanten stärker. Viele Bürsten haben Indikatorborsten, die ausbleichen — ein brauchbarer, wenn auch grober Hinweis.
Nach einer Erkältung, einer Halsentzündung oder einer Antibiotikabehandlung lohnt ein Wechsel unabhängig vom Alter der Bürste. Und sie gehört aufrecht an die Luft, nicht in eine geschlossene Kappe: Feuchtigkeit im Dunkeln ist gut für Keime und schlecht für die Borsten.
Elektrisch oder von Hand?
Die Studienlage ist eindeutiger, als das Thema in Gesprächen wirkt: Elektrische Zahnbürsten entfernen im Durchschnitt mehr Belag und führen zu weniger Zahnfleischentzündung als Handzahnbürsten. Am besten belegt ist das für Bürsten mit rotierend-oszillierendem Kopf.
Der Zusatz „im Durchschnitt“ ist dabei die entscheidende Einschränkung. Wer mit der Handzahnbürste sorgfältig und systematisch arbeitet, erreicht ein sehr gutes Ergebnis. Wer mit der elektrischen Bürste hastig über die Außenflächen fährt, ein schlechtes. Das Gerät verbessert die Technik nicht, es macht eine ordentliche Technik leichter durchführbar.
Rotierend oder Schall
- Rotierend-oszillierend: ein kleiner runder Kopf, der sich hin und her dreht. Wird Zahn für Zahn angesetzt. Am besten untersucht.
- Schallzahnbürste: ein längliches Feld, das mit hoher Frequenz vibriert. Wird langsam entlang der Zahnreihe geführt. Ebenfalls wirksam; welche der beiden Bauarten überlegen ist, lässt sich aus der Studienlage nicht klar entscheiden.
„Ultraschallzahnbürsten“ für den Hausgebrauch sind etwas anderes als das Ultraschallgerät der Praxis und für die häusliche Pflege ohne besonderen Nutzen.
Für wen der Unterschied groß ist
- Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik — nach einem Schlaganfall, bei Arthrose, bei Parkinson.
- Kinder und Jugendliche, die noch nicht systematisch putzen.
- Träger einer festen Zahnspange.
- Wer trotz guter Absicht regelmäßig zu fest drückt: Die Andruckkontrolle liefert die Rückmeldung, die dem eigenen Gefühl fehlt.
- Pflegebedürftige, bei denen eine Pflegeperson putzt.
Wofür eine Munddusche gut ist
Eine Munddusche spült Speisereste heraus und kann die Blutungsneigung des Zahnfleischs verringern. Belag löst sie nicht — der ist eine haftende Schicht, kein Krümel. Sie ersetzt deshalb keine Interdentalbürste und keine Zahnseide.
Sinnvoll ist sie als Ergänzung bei festen Zahnspangen, bei weitläufigen Brücken und bei Menschen, die mit Zahnseide nicht zurechtkommen. Als einziges Zwischenraumwerkzeug genügt sie nicht.