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Verfärbungen an den Zähnen

Was sich abnehmen lässt und was im Zahn sitzt.

Ob Zähne heller oder dunkler wirken, hat zwei völlig verschiedene Ursachen — und nur eine von beiden lässt sich wegputzen. Wer das durcheinanderbringt, kauft Produkte, die nicht wirken können, oder putzt sich den Schmelz dünn.

Äußere Verfärbungen: aufgelagert

Sie sitzen auf der Zahnoberfläche, meist auf einem dünnen Belagfilm. Farbstoffe aus Kaffee, schwarzem Tee, Rotwein, Curry, Beeren und Tabak lagern sich dort an; bei Rauchern kommen Teerbestandteile hinzu. Auch Chlorhexidin, der Wirkstoff vieler medizinischer Mundspülungen, verfärbt bei längerer Anwendung — braun und deutlich sichtbar, aber vollständig entfernbar.

Diese Verfärbungen bekommt eine professionelle Zahnreinigung ab, in der Regel restlos. Danach hat der Zahn wieder seine eigene Farbe.

Innere Verfärbungen: im Zahn

Sie liegen im Dentin, der Schicht unter dem Schmelz, und lassen sich von außen nicht erreichen. Ursachen sind unter anderem:

  • Alter. Der Schmelz wird im Laufe der Jahrzehnte dünner und durchscheinender, das gelblichere Dentin darunter tritt stärker hervor. Das ist der häufigste Grund, warum Zähne mit den Jahren dunkler wirken.
  • Ein abgestorbener Zahnnerv nach einem Unfall oder einer Wurzelbehandlung. Betroffen ist dann meist ein einzelner Zahn, der auffällig dunkler ist als seine Nachbarn.
  • Medikamente — vor allem Tetracycline, wenn sie in der Zeit der Zahnbildung eingenommen wurden.
  • Zu viel Fluorid in der Zahnbildungsphase (Dentalfluorose): weiße bis bräunliche Flecken.
  • Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, umgangssprachlich Kreidezähne: cremefarbene bis braune Bereiche an bleibenden Backen- und Schneidezähnen, deren Schmelz weicher ist als normal.

Hier hilft Reinigung nicht. Je nach Ursache und Ausmaß kommen ein Bleaching, eine Kunststoffverblendung oder eine Keramikschale in Betracht — alles Entscheidungen, die in die Hand einer Zahnärztin gehören und nicht in den Drogeriemarkt.

Warum aufhellende Zahnpasten wenig ändern

Zahnpasten können den Zahn nicht bleichen. Was sie können, ist Aufgelagertes abtragen — und das machen sie über ihren Abrieb. Je höher der, desto wirksamer gegen Verfärbungen und desto härter zum Schmelz. Das Maß dafür ist der RDA-Wert. Pasten mit hohem Abrieb gehören nicht in den Dauergebrauch und schon gar nicht auf freiliegende Zahnhälse: Dentin ist weicher als Schmelz und wächst nicht nach.

Einige Produkte arbeiten stattdessen mit blauen Pigmenten, die einen optischen Effekt erzeugen. Der hält bis zum nächsten Zähneputzen.

Was tatsächlich hilft

  • Aufgelagerte Verfärbungen: professionelle Zahnreinigung. Danach eine Zahnpasta mit mittlerem Abrieb, nicht mit maximalem.
  • Die Neubildung verlangsamen: nach Kaffee oder Tee den Mund mit Wasser ausspülen. Das nimmt einen Teil der Farbstoffe weg, bevor sie sich festsetzen.
  • Nicht direkt nach Saurem putzen. Der Schmelz ist dann kurzzeitig weicher; etwa eine halbe Stunde warten.
  • Einen einzelnen dunklen Zahn nie kosmetisch überdecken, ohne die Ursache klären zu lassen. Ein abgestorbener Nerv braucht eine Behandlung, keine Aufhellung.